Prüfungsordnung 2015
Studienaufbau
Basismodule
BM1: Einführung in die Kunstgeschichte
BM 1 führt in die Gegenstände und Methoden des Faches Kunstgeschichte ein: Das Einführungsseminar verschafft einen ersten systematischen Überblick über die Gegenstände und Ziele des Faches Kunstgeschichte sowie seine Methoden. Das beigeordnete Tutorium gibt Handreichungen zum wissenschaftlichen Arbeiten, vertieft die Erkenntnisse aus dem Einführungsseminar und diskutiert deren Anwendung im weiteren Studienverlauf. Die Einführungsvorlesung bietet die Möglichkeit, viele der Dozent:innen des Kunsthistorischen Instituts mit ihren Themen und Forschungsfeldern und in chronologischer Ordnung, vom Mittelalter bis in die Kunst der Gegenwart, kennen zu lernen. Die Übung be-schreiben und be-suchen dient dazu, in studentischen Arbeitsgruppen die erlernten Fähigkeiten zu erproben und an konkreten Beispielen in Köln anzuwenden. Studierende, die ihr Studium vor dem WiSe 2023/24 begonnen haben und denen daher die Übung fehlt, wenden sich bitte an henrike.haug[at]uni-koeln.de.
Basismodul 2: Kunstgeschichte des Mittelalters
Die Inhalte des Moduls konzentrieren sich auf die Kunst des (vorwiegend christlichen) Mittelalters, welches in einem zeitlichen Rahmen von der Spätantike bis ins ausgehende Mittelalter verortet wird (circa vom 4. bis ins 15. Jahrhundert), wobei die Epochengrenzen als fließend begriffen und Phänomene der Grenzüberschreitung selbstverständlicher Bestandteil der Betrachtung sind. Geografisch bilden Mittel-, West- und Südeuropa den Schwerpunkt. Da die materielle Kultur des Mittelalters insgesamt verhandelt wird, sind neben den klassischen kunsthistorischen Gattungen auch beispielsweise Textilien, Siegel, Glasfenster oder Objekte der Schatzkunst (Reliquiare, liturgisches Gerät, Krönungsinsignien usf.) Gegenstand der Lehrveranstaltungen. Neuere Forschungsansätze betreffen zum Beispiel Text-Bild-Verhältnisse, performative Inszenierungen und Wahrnehmung von Bildwerken sowie ihre interdisziplinäre Kontextualisierung in Liturgie, Hagiographie, Musik, Rechtsgeschichte o. ä.).
Basismodul 3: Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit
Die Inhalte des Moduls befassen sich mit der Kunst der Frühen Neuzeit, das heißt den Bildkünsten und der Architektur von ungefähr 1500 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Lehrveranstaltungen bieten einen Überblick über die Kunst in den Niederlanden, Deutschland, Italien, Frankreich und England, wobei der Schwerpunkt auf der deutschen und niederländischen Malerei und Graphik des 16. und 17. Jahrhunderts sowie der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts liegt.Neben kunst- und bildtheoretischen Grundlagen werden darüber hinaus auch länder- und epochenübergreifende Phänomene wie der ästhetische Wettstreit (Paragone), die Bildrhetorik und Antikenrezeption, Gattungsfragen und Epochengrenzen, Wissens- und Wissenschaftsgeschichte sowie das Verhältnis von Kunst und Natur, von Kunst und Politik vermittelt.
Basismodul 4: Kunstgeschichte der Moderne
Die Inhalte des Moduls umfassen die Kunst seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Dabei gehen die mit Prozessen der Modernisierung und Industrialisierung verbundenen Entwicklungen und ihrer Gegenbewegungen mit einer Entgrenzungen des Werkbegriffs, seiner Entstehung und (musealen) Präsentation sowie des Künstlerbildes und der künstlerischen Arbeit einher. Eine (kritische) Reflexion der eigenen Fachgeschichte sowie die Erfordernisse einer globalen Kunst sind daher ebenso Teil der Betrachtung wie die Auseinandersetzungen mit den Bedingungen und den Akteuren des Kunstmarktes und der Untersuchung der Provenienz von Kunstwerken. Die Themen der Lehrveranstaltungen beziehen interdisziplinäre und theoretisch-kritische Ansätzen zum Bild und Objekt, seiner Materialität, seiner Rezeption und Produktion, seinen Betrachter_innen und Institutionen sowie Zeit- und Raumkonzepte mit ein. Neben einer Betrachtung der ästhetischen, sozialen, politischen und kulturellen Kontexte moderner Bildmedien stehen ebenfalls neuere Medien – zum Beispiel Fotografie und Bewegtbild – sowie ephemere Formen wie Installation, Happening und Performance im Fokus.Aufbaumodule
AM 1: Fallstudien
AM 2: Quellen und Methoden
Ergänzungsmodule
EM 1: Exkursionen und praktische Studien
EM 2: Mobilität und eigenständige Studien
Alternativ kann das Modul für eigenständige Studien genutzt werden, um Raum und Gelegenheit zur Entfaltung individueller Forschungsinteressen zu geben.
Modul Bachelorarbeit
Informationen zur formalen Durchführung der Bachelorarbeit entnehmen Sie bitte den Regelungen in der Prüfungsordnung für die Bachelorstudiengänge.